Interkulturelle Kompetenz im Sport

Die gegenwärtigen Migrations- und Fluchtbewegungen führen dazu, dass unsere Gesellschaft zunehmend heterogen wird. Dies äußert sich u. a. in wachsender kultureller, religiöser und sprachlicher Vielfalt. Auch Sportorganisationen wie z. B. Sportvereine stehen vor der Aufgabe, sich diesen Entwicklungen zu öffnen und damit umzugehen. Hierfür bietet der Sport durch seine Interaktionsmöglichkeiten, den hohen Aufforderungscharakter und das universelle Regelwerk besondere Potenziale.

Gleichzeitig zeigen Studien, dass Strukturen bestehen, die den Zugang von Menschen mit Migrationshintergrund zum Sport verhindern, und dass Rassismus und Ausgrenzung auch im Sport präsent sind. Die Integrationspotenziale des Sports entfalten sich folglich nicht von allein, sondern müssen unter bestimmten Bedingungen aktiv erarbeitet werden. Interkulturelle Kompetenz, verstanden als die Fähigkeit, sich selbstreflexiv auf Individuen anderer Kulturen einzustellen und konstruktiv gemeinsam zu agieren, gilt in diesem Zusammenhang als Schlüsselqualifikation für ein erfolgreiches Miteinander im Sport.

Was interkulturelle Kompetenz im Sport genau bedeutet und welche Konsequenzen sich daraus für die Sportpraxis ergeben, wird im Rahmen der eintägigen Weiterbildung gemeinsam erarbeitet. Die Teilnehmer*innen nähern sich persönlich an das Themenfeld Interkulturalität an und hinterfragen ihre Rolle als Übungsleiter*in oder Trainer*in einer multikulturellen Gruppe. Sie lernen, reflektiert in Trainingsgruppen zu agieren und Lösungsansätze für eigene Fallbeispiele zu entwickeln. Im Praxisteil wird ein Ausblick zur Anwendung des Gelernten in Gruppen gegeben. So werden beispielsweise Spiele vorgestellt, die in multikulturellen Teams eingesetzt werden könnten, um sich gegenseitig kennenzulernen und Klischees abzubauen. Die behandelten Spiel- und Übungsformen richten sich vor allem an den Kinder- und Jugendbereich sowie die Arbeit mit jungen Erwachsenen.

Die Leitung der Weiterbildung durch zwei Referentinnen macht eine intensive Betreuung, direkten persönlichen Austausch und das Besprechen eigener Fallbeispiele möglich.

Inhalte

  • Theoretischer Input zu Sport und Bewegung im Kontext der Migrationsgesellschaft
  • Präsentation aktueller Studienergebnisse zu Rassismus und Ausgrenzung im Sport
  • Erarbeitung der Konzepte ‚Interkulturalität‘ und ‚interkulturelle Kompetenz‘
  • Übungen zur Selbstreflexion und zur Wahrnehmung von Fremdheit
  • Besprechung von Fallbeispielen zum Themenfeld
  •  Vorstellung und Durchführung von Spiel- und Übungsformen zum interkulturellen Lernen und zum Umgang mit Vorurteilen/Stereotypen (u. a. mit Musik)

Referentinnen

Fabienne Bartsch
Teresa Odipo

Zielgruppen/Teilnahmevoraussetzungen

Trainer*innen und Übungsleiter*innen, Sportstudierende, Vereinsfunktionär*innen, Interessierte

Veranstaltungsort

Deutsche Sporthochschule Köln
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln

TeilnehmerInnen

Max. 20 Personen

Termin

14. November 2020

Samstag, 9.30 Uhr bis 15.45 Uhr

Anmeldeschluss

Der Anmeldeschluss ist am 31.10.2020

Gebühren (Euro)

Teilnahmegebühr 118,00EUR
vergünstigte Teilnahmegebühr* 111,00EUR
DSHS-Studierendengebühr 104,00EUR
*= (NICHT DSHS) Studierende, Auszubildende, Arbeitssuchende, SpoHo.Net PLUS-Mitglieder (einjährige Mitgliedschaft)

Bescheinigung

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