Sexualisierte Gewalt im Sport

Prävention und Intervention in Verbänden und Vereinen

Das Ausmaß sexualisierter Gewalt im deutschen Sport wurde zuletzt in Studien bewiesen – und ist erschreckend hoch. Die Konsequenz? Der organisierte Sport steht in der Verantwortung – er muss für dieses Thema sensibilisieren und sich seiner besonderen Schutzfunktion bewusst sein. Dementsprechend wächst der Bedarf nach Aufklärung und Qualifizierung: Immer mehr Vereine und Verbände stellen Kinderschutzbeauftragte ein, oder suchen ReferentInnen, die ihr Wissen zu diesem Thema in TrainerInnenaus- und -fortbildungen vermitteln können. Das Thema sexualisierte Gewalt ist daher ein wichtiges und zukunftsweisendes Arbeitsfeld für SportpsychologInnen in Deutschland.

Die Weiterbildung erarbeitet das Thema sexualisierte Gewalt von Grund auf, indem zunächst grundlegendes Wissen zu Zahlen und Fakten, rechtlichen Grundlagen, präventiven Ansätzen und Interventionen gegen sexualisierte Gewalt vermittelt wird. Die TeilnehmerInnen führen anschließend Rollenspiele und Stell-Übungen selbst durch und erhalten Anregungen durch Filmbeiträge, aktuelle Zeitungsartikel und Berichte aus der Praxis. In Kleingruppenarbeit übertragen sie das Gelernte auf ihren eigenen Alltag. Darüber hinaus bekommen sie Unterlagen an die Hand, um das Thema als MultiplikatorInnen selbstständig in Workshops mit TrainerInnen und/oder Jugendlichen im Leistungssport weitervermitteln zu können.

Die Weiterbildung wurde in Kooperation mit dem Landessportbund NRW (LSB NRW) erstellt und wird durch die Deutsche Sportjugend (dsj) im Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Initiative MentalGestärkt (Netzwerkinitiative des Psychologischen Instituts der DSHS in Kooperation mit der Robert-Enke-Stiftung, der Verwaltungsberufsgenossenschaft (VBG) und der Vereinigung der Vertragsfußballspieler (VDV)) unterstützt. Die TeilnehmerInnen haben mit Abschluss der Weiterbildung das Anrecht, sich auf die ReferentInnen-Liste des LSB NRW und der dsj zum Thema sexualisierte Gewalt im Leistungssport setzen zu lassen.

Inhalte

  • Kennenlernen der wichtigsten Zahlen und Fakten sowie rechtlichen Grundlagen zum Thema sexualisierte Gewalt im Sport
  • Erfassung der Strategien von TäterInnen im Sport
  • Vermittlung der wichtigsten präventiven Ansätze gegen sexualisierte Gewalt
  • Erarbeitung von sinnvollen Verhaltensweisen bei Verdachtsfällen sexualisierter Gewalt in einem Verein/Verband
  • Reflexion der Rolle der SportpsychologInnen beim Thema sexualisierte Gewalt
  • Vermittlung von Kenntnissen zum Risikofaktor (Leistungs-)Sport: Besonderheiten und Gefahrenpotentiale im Sport
  • Befähigung zur Durchführung eines Workshops zum Thema sexualisierte Gewalt mit verantwortlichen Personen in Sportvereinen und -verbänden
  • Befähigung zur Durchführung eines Workshops zum Thema sexualisierte Gewalt mit jugendlichen AthletInnen in Sportvereinen und -verbänden

Referentin

Meike Schröer

Zielgruppen/Teilnahmevoraussetzungen

Sportpsychologinnen und Sportpsychologen, Masterstudierende der Psychologie oder Sportpsychologie.

Zur Weiterbildung für Trainnerinnen und Trainer geht es hier.

Veranstaltungsort

Deutsche Sporthochschule Köln
Am Sportpark Müngersdorf 6
50933 Köln

TeilnehmerInnen

Max. 20 Personen

Termin

28.06.2019

Veranstaltungsdauer:   1 Tag
Freitag, 09:00 - 17:00 Uhr

Gebühren (Euro)

Teilnahmegebühr 145,00EUR
vergünstigte Teilnahmegebühr* 137,00EUR
DSHS-Studierendengebühr 128,00EUR
*= (NICHT DSHS) Studierende, Auszubildende, Arbeitssuchende, SpoHo.Net PLUS-Mitglieder (einjährige Mitgliedschaft)

Bescheinigung

Teilnahme

Veranstaltung nicht mehr buchbar

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